Grünen

Grün, grüner, Microgreens

Nina Bemmann, Online Editor 29. September 2022

Klein, aber oho – Microgreens sind derzeit als das neue Superfood in aller Munde. Kein Wunder, stecken sie doch voller Nährstoffe und können ganz einfach auf der Fensterbank gezüchtet werden!

Microgreens auf einem Frischkäsebrot
In dem kleinen Grün verstecken sich viele Nährstoffe. Foto: Kosmos Verlag

Was genau sind Microgreens?

Als Microgreens bezeichnet man frisch gekeimte Jungpflanzen von Gemüsesorten wie Brokkoli, Rucola oder Radieschen sowie von Blattkräutern wie etwa Basilikum oder Koriander. Das Besondere: Die Keimpflänzchen werden in einem frühen Wachstumsstadium der Pflanze geerntet und sind im Vergleich zu ihren ausgewachsenen Äquivalenten deutlich reicher an Proteinen, Spurenelementen und Vitaminen. Darum gelten sie auch als das neue Superfood. Microgreens sind extrem aromatisch und würzig, darüber hinaus macht sie ihre zarte Struktur für die Verwendung in der Küche so interessant.

Was ist der Unterschied zu Sprossen?

Beide stammen aus derselben Pflanze, unterscheiden sich aber in Anbau und Erntealter. Sprossen werden auf Wasserbasis angebaut und benötigen keine Erde. Microgreens brauchen nach etwa einer Woche die Nährstoffe aus guter Bio-Erde. Während die Wachstumszeit von Sprossen 3–8 Tage beträgt, werden Microgreens nach 8–15 Tagen geerntet.

Gelber-Senf-Microgreens gezüchtet auf Watte
Gelber Senf lässt sich schnell und einfach auf der Fensterbank züchten. Foto: Shutterstock

Welche populären Sorten gibt es?

Hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Generell eignet sich für die Zucht als Microgreen alles, was Samen hat sowie relativ schnell keimt und wächst. Besonders empfehlenswert sind zum Beispiel Amaranth, Asia-Salat, Basilikum, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Brunnenkresse, Buchweizen, Chia, Dill, Erbsen, Fenchel, Kerbel, Koriander, Kresse, Mangold, Minze, Mizuna, Möhren, Pak-Choi, Quinoa, Radieschen, Rosenkohl, Rote Beete, Rotkohl, Rucola, Schnittsalate, Senf, Sonnenblumen oder Weizengras. Unser Tipp: Da Microgreen-Samen relativ empfindlich sind, sollten sie weder erhitzt, noch zu kalt gelagert oder eingefroren werden.

Eine Frauenhand schneidet die Microgreens in mundgerechte Längen, und verteilt sie in einer Schüssel
Microgreens sind geschmacklich so vielfältig wie ihre Anwendungsgebiete. Foto: Shutterstock

Warum sind Microgreens so gesund?

Je nach Art und Anbau enthalten die kleinen Keimlinge eine wesentlich dichtere Konzentration an Nährstoffen als die ausgewachsenen Pendants. „Besonders ihre antioxidativ wirkenden sekundären Pflanzenstoffe sowie ihr hoher Gehalt an Vitaminen wie Folsäure und Vitamin C machen sie zu unschlagbaren Gesundheits-Boostern“, erklärt Niko ­Rittenau, Ernährungsberater von Heimgart.