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Der WOHNIDEE Kerzen-Ratgeber

Aline Müller, Online-Editor 20. Dezember 2023

Was für eine schöne Atmosphäre Kerzen hüllen den Raum im Nu in eine wundervolles Licht, schaffen Gemütlichkeit und Geborgenheit. Besonders in der kalten, dunklen Jahreszeit wissen wir das zu schätzen. 

Eine schön Atmosphäre, ohne der Umwelt zu schaden. Bei Kerzen lohnt sich ein zweiter Blick auf die Inhaltsstoffe. FOTO: Grüne Erde

Doch so schön Kerzen auch sind, nicht alle sind ein Segen für die Umwelt. Daher heißt es: Hinschauen beim Kerzenkauf. Selbst wenn „Bio“ draufsteht, lohnt sich ein zweiter Blick. In unserem Kerzen-Ratgeber haben wir die Inhaltsstoffe mal genauer unter die Lupe genommen.

Besser meiden Teil 1: Erdöl / Paraffin

Die meisten handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Produkt aus Erdöl. Genauer ein Nebenprodukt aus Erdöl-Raffinerien. Der Rohstoff ist günstig, zudem schmilzt Hartparaffin bereits bei etwa 55 Grad Celsius und hat eine gute Brennqualität.

Da Öl ein endlicher Rohstoff ist, können Kerzen aus Paraffin nicht nachhaltig hergestellt werden. Die Folgen des weltweiten Erdölabbaus sind aus umwelttechnischen Gründen nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt, dass Paraffin zunehmend importiert werden muss.

Besser meiden Teil 2: Palmöl / Stearin

Ebenso wie Kerzen aus Erdöl schaden auch solche aus Palmöl langfristig der Umwelt. Besonders da sie in großen Mengen hergestellt und verkauft werden. Zwar wird Stearin aus nachwachsenden Roh­stoffen gewonnen und ist biologisch abbaubar, jedoch handelt ist sich dabei meist um den Rohstoff Palmöl. Seltener sind Kokosöl oder Rapswachs. Stearinkerzen brennen länger als solche aus Paraffin, rußen und tropfen weniger.

Palmöl steht schon länger in der Kritik, da für die Plantagen riesige Flächen des tropischen Regenwalds vernichtet werden, Sind Stearinkerzen nicht weiter gekennzeichnet, muss davon ausgegangen werden dass es sich um Palmölkerzen handelt. Als etwas weniger problematisch gelten Kerzen auf Basis von RSPO-zertifiziertem oder Bio-Palmöl aus nachhaltigem Anbau.

Kerzen aus Pflanzenwachs auf der Basis von Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl sind nicht nur vegan, sondern auch nachhaltig. FOTO: PR

Bio-Kerzen

Für Kerzen aus nachwachsender Biomasse werden Fette und Öle aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Sie sind in der Regel eine nachhaltigere und meist schadstofffreie Alternative zu Kerzen auf Erd- oder Palmölbasis. Das recycelte Kerzenwachs brennt geruchsneutral ab.

Alternativen aus Bienenwachs oder Pflanzenwachs

Bienenwachs scheint die umweltfreundlichste Lösung zu sein, oder? Allerdings muss Bienenwachs als Naturprodukt zu über 90 Prozent importiert werden. Das wirkt sich jedoch negativ auf die Umweltbilanz aus. Positiv: Bienenwachskerzen dürfen keine Zusatzstoffe enthalten. Da der natürliche Rohstoff nur begrenzt verfügbar ist, sind Bienenwachskerzen teurer als Kerzen aus anderem Wachs.

Eine vegane und nachhaltige Alternative sind Kerzen aus Pflanzenwachs auf der Basis von Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl. Achte hier aus die Anbaubedingungen kaufe möglichst Kerzen aus heimischen Bio-Rohstoffen kaufen. Der Preis kann im Vergleich zu anderen Produkten recht hoch sein.

Duftkerzen

Nicht alle Menschen vertragen Duftkerzen gut, Ihnen werden Duftstoffe in unterschiedlicher Intensität zugesetzt, die Allergien verursachen können. Eher empfindliche Menschen sollten deshalb vorsichtig sein und lieber auf solche Produkte verzichten.


Für ein sicheres Abbrennen, sollten sie ein paar Tipps beachten. FOTO: Bolsius

Kerzen-Guide für ein sichere Nutzung und viel Spass am Produkt